Beispiel-Projektplan

Projektplan für eine Cloud-Migration

Ein Projektplan für eine Cloud-Migration strukturiert die Überführung der IT-Landschaft in mehrere kontrollierte Wellen und berücksichtigt Governance, Datenschutz, Sicherheit, Notfallvorsorge und Betriebsübergabe. Der Beispielplan umfasst 10 Phasen, 60 Aufgaben, 22 Wochen und ein Budget von ca. 342.100 €. Er reicht von der Bestandsanalyse über Azure Landing Zone, Identitätsmanagement und Migration bis zu Schulungen, Hypercare und formaler Abnahme.

  • 22 Wochen
  • 10 Phasen
  • 60 Aufgaben
  • Budget ca. 342.100 €

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Beispielplan

Cloud-Migration und Modernisierung der IT-Infrastruktur

Die bestehende Server- und Fachanwendungslandschaft eines IT-Dienstleisters mit 120 Mitarbeitenden wird in Microsoft Azure und Microsoft 365 überführt. Nach einer vollständigen Bestands- und Abhängigkeitsanalyse werden Zielarchitektur, Azure Landing Zone, Identitätsmanagement und Sicherheitsmechanismen aufgebaut. Die Produktivsysteme werden kontrolliert in mehreren Wellen migriert und durch getestete Backup-, Wiederherstellungs- und Rückfallverfahren abgesichert. Schulungen, Hypercare, Betriebsübergabe und formale Abnahme schließen das Vorhaben innerhalb von sechs Monaten ab.

Gesamtfortschritt0%
22Wochen
0/10Phasen
0/60Aufgaben
342.100 €Budget
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Phasen

1

Phase 1: Projektinitiierung und Governance

Ausstehend · 2W · 0/5
IT-Leitung und Projektleitung
0

Das Projekt wird organisatorisch, fachlich und rechtlich verbindlich aufgesetzt. Entscheidungswege, Erfolgskriterien, Rollen, Kommunikationswege und Eintrittsvoraussetzungen für die Migration der 120 Mitarbeitenden und der bestehenden IT-Landschaft werden festgelegt.

Projektauftrag mit Zielbild, Scope für Microsoft Azure und Microsoft 365, Abschlussziel in sechs Monaten, Erfolgskriterien und Abgrenzung der zu migrierenden Server und Fachanwendungen verabschieden
06.10. – 08.10. 3 Tage
Geschäftsführung oder Auftraggeber, IT-Leitung und Projektleitung
Projektorganisation mit Teilprojektleitungen für Azure, Microsoft 365, Server, Fachanwendungen, Informationssicherheit, Datenschutz und Schulung benennen und eine RACI-Matrix erstellen
06.10. – 08.10. 3 Tage
Projektleitung
Stakeholder- und Kommunikationsplan für Geschäftsführung, Fachbereiche, Key User, Administratoren, externe Dienstleister und Mitarbeitende der 120-köpfigen Organisation erstellen
09.10. – 10.10. 2 Tage
Projektleitung
Prüfen und dokumentieren, ob ein Betriebsrat besteht, welche Beteiligungsrechte für Protokollierung, Administrationszugriffe und Auswertungen relevant sind und welche Ansprechpartner frühzeitig einzubeziehen sind
06.10. – 07.10. 2 Tage
IT-Leitung und Projektleitung
Verbindliche Migrationsvoraussetzungen, Entscheidungs- und Eskalationswege, Change-Freigabeprozess, Wartungsfenster und wöchentlichen Steuerungstermin einrichten
13.10. – 16.10. 4 Tage
Projektleitung
Server-, VM-, Datenbank-, Storage-, Netzwerk- und Betriebssysteminventar einschließlich Versionen, Standorten, Eigentümern, Auslastung und Supportstatus erstellen
20.10. – 29.10. 8 Tage
Systemadministration und IT-Betrieb
Portfolio der Fachanwendungen mit Geschäftsverantwortlichen, Kritikalität, Benutzergruppen, Datenbanken, Lizenzmodell, Herstellerabhängigkeiten und Betriebszeiten erfassen
20.10. – 27.10. 6 Tage
Verantwortliche der Fachanwendungen
Datenbestände nach Personenbezug, Kundenbezug, Vertraulichkeit, Aufbewahrung, Datenvolumen und zulässigem Speicherort klassifizieren
20.10. – 24.10. 5 Tage
Datenschutzbeauftragte und Informationssicherheitsbeauftragte
Schnittstellen- und Abhängigkeitsmatrix für Identitäten, Active Directory beziehungsweise Entra ID, Datenbanken, Dateiablagen, Druckdienste, Netzwerkrouten, Zertifikate und externe Systeme erstellen
20.10. – 29.10. 8 Tage
Cloud-Architektur und Azure-Plattformteam gemeinsam mit Systemadministration und IT-Betrieb
Microsoft-365-Lizenzen, Azure-Verträge, Fachanwendungs- und Datenbanklizenzen sowie Herstellerfreigaben für Cloudbetrieb, moderne Authentifizierung und unterstützte Versionen prüfen
20.10. – 23.10. 4 Tage
IT-Leitung und Einkauf
Abhängigkeits- und Kritikalitätsbewertung abschließen und daraus eine priorisierte Zuordnung zu Pilot, Migrationswelle 1, Welle 2 und Welle 3 mit Rückfalloptionen ableiten
20.10. – 24.10. 5 Tage
Projektleitung, Systemadministration und IT-Betrieb sowie Fachanwendungsverantwortliche
Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten nach Art. 30 DSGVO für Identitäten, E-Mail, Kollaboration, Dateiablagen, Backups und Fachanwendungen aktualisieren sowie für die Cloud-Verarbeitung eine Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO durchführen oder eine begründete Nicht-Erforderlichkeitsprüfung dokumentieren
03.11. – 12.11. 8 Tage
Datenschutzbeauftragte gemeinsam mit Fachanwendungsverantwortlichen und Cloud-Architektur
Falls ein Betriebsrat besteht: Beteiligungsverfahren für Azure- und Microsoft-365-Protokollierung, Administrationszugriffe, Sicherheitsauswertungen und potenzielle Leistungs- oder Verhaltenskontrolle durchführen und eine Betriebsvereinbarung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG verhandeln und abschließen; falls kein Betriebsrat besteht, das Prüfergebnis dokumentieren
03.11. – 12.11. 8 Tage
IT-Leitung und Projektleitung gemeinsam mit Betriebsrat, Rechtsabteilung und Informationssicherheitsbeauftragten
Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen für Datenresidenz, Löschung, Aufbewahrung, Zugriff durch Unterauftragnehmer, Protokollierung und Rückgabe der Daten in einer verbindlichen Anforderungsliste festhalten
03.11. – 06.11. 4 Tage
Datenschutzbeauftragte und Informationssicherheitsbeauftragte
Anwendungsbereich von NIS2 anhand Tätigkeitssektor, Unternehmensgröße und Umsatz bewerten und festhalten, ob die Organisation oder relevante Leistungen unter die Anforderungen fallen
03.11. – 06.11. 4 Tage
Rechtsabteilung und Informationssicherheitsbeauftragte
Anforderungen an Auftragsverarbeitung, Unterauftragsverarbeiter, Drittlandtransfers, Standardvertragsklauseln, Transfer Impact Assessment und technische Schutzmaßnahmen für die Vertragsprüfung zusammenstellen
03.11. – 07.11. 5 Tage
Datenschutzbeauftragte, Rechtsabteilung und Einkauf
Compliance-Freigabematrix mit Verantwortlichen, Nachweisen, Fristen und Sperrkriterien für Pilot, erste produktive Welle und Gesamtbetrieb erstellen
03.11. – 05.11. 3 Tage
Projektleitung und Datenschutzbeauftragte
Zielarchitektur für Azure, Microsoft 365, Netzwerksegmente, Standortanbindung, DNS, Datenbanken, Identitäten, Monitoring und Integrationswege als Architekturentscheidungsdokument verabschieden
17.11. – 26.11. 8 Tage
Cloud-Architektur und Azure-Plattformteam
Azure Landing Zone mit Managementgruppen, Abonnements, Ressourcengruppen, Namenskonventionen, Tags, Richtlinien, Netzwerken, privaten Endpunkten und Protokollierung konfigurieren
27.11. – 05.12. 7 Tage
Cloud-Architektur und Azure-Plattformteam
Entra-ID-Zielmodell mit Synchronisation, Rollen, privilegierten Konten, Multifaktor-Authentifizierung, Conditional Access, Break-Glass-Konten und Joiner-Mover-Leaver-Prozess definieren
17.11. – 25.11. 7 Tage
Cloud-Architektur und Azure-Plattformteam gemeinsam mit Systemadministration und IT-Betrieb
Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO mit dem Cloud-Anbieter abschließen und die Drittlandübermittlung nach Art. 44 ff. DSGVO einschließlich Unterauftragsverarbeitern, Standardvertragsklauseln, Transfer Impact Assessment und ergänzenden technischen Maßnahmen prüfen und freigeben; eine Verarbeitung echter Daten bleibt bis zum Abschluss gesperrt
17.11. – 26.11. 8 Tage
Rechtsabteilung und Einkauf gemeinsam mit Datenschutzbeauftragten und Cloud-Architektur
Falls NIS2 anwendbar ist: Risikomanagement und Lieferkettensicherheit für den Cloud-Dienst dokumentieren, Anbieterbewertung, Sicherheitsanforderungen, Meldewege, Schwachstellenmanagement und Nachweisführung festlegen; die Dokumentation spätestens am Ende von Woche 11 und damit mindestens vier Wochen vor der ersten produktiven Welle abschließen
17.11. – 24.11. 6 Tage
Informationssicherheitsbeauftragte und Rechtsabteilung
Migrationsrunbooks für Server, Datenbanken, Microsoft-365-Dienste und Fachanwendungen einschließlich Vorprüfungen, Synchronisation, Änderungsstopp, Wartungsfenster, Rückfallverfahren und Abnahmekriterien erstellen
17.11. – 26.11. 8 Tage
Systemadministration und IT-Betrieb gemeinsam mit dem externen Microsoft- oder Migrationspartner
Betriebs-, Lizenz- und Supportmodell für Azure und Microsoft 365 mit Zuständigkeiten für Überwachung, Incident-Bearbeitung, Herstellereskalation, Kostenkontrolle und Berechtigungsverwaltung festlegen
17.11. – 20.11. 4 Tage
IT-Leitung und Projektleitung
Backup-Architektur für Azure, Microsoft 365, Server, Datenbanken und Fachanwendungsdaten mit Aufbewahrungsfristen, getrennten Berechtigungen, unveränderbaren Sicherungen und Schutz vor Ransomware implementieren
01.12. – 08.12. 6 Tage
Systemadministration und IT-Betrieb
Wiederherstellung einzelner Dateien, Datenbanken, virtueller Maschinen und ausgewählter Fachanwendungsdaten durchführen und RPO-, RTO- sowie Datenkonsistenznachweise erstellen
01.12. – 05.12. 5 Tage
Systemadministration und IT-Betrieb gemeinsam mit Fachanwendungsverantwortlichen
Notfallhandbuch für Ausfall von Azure, Microsoft 365, Identitätsdiensten, Netzwerkverbindungen und zentralen Fachanwendungen mit Rollen, Kommunikationswegen, Ausweichverfahren und Wiederanlaufreihenfolge erstellen
01.12. – 05.12. 5 Tage
Notfallmanagement oder Verantwortliche für Geschäftskontinuität
Sicherheitsbaseline für Azure und Microsoft 365 mit privilegierten Zugriffen, Protokollierung, Schwachstellenprüfung, Warnmeldungen, Geräteschutz und temporären Migrationskonten validieren
01.12. – 05.12. 5 Tage
Informationssicherheitsbeauftragte und Cloud-Architektur
Abschließende Datenschutz- und Betriebsbereitschaftsprüfung durchführen: AVV und Drittlandprüfung, VVT und DSFA, Betriebsratsvereinbarung beziehungsweise Prüfnachweis, NIS2-Nachweis sowie Backup- und Wiederherstellungstest gegen die Freigabematrix prüfen
01.12. – 03.12. 3 Tage
Datenschutzbeauftragte, Informationssicherheitsbeauftragte und Projektleitung
Pilotumgebung für eine risikoarme Fachanwendung und eine begrenzte technische Benutzergruppe mit anonymisierten oder synthetischen Testdaten bereitstellen
15.12. – 17.12. 3 Tage
Cloud-Architektur und Azure-Plattformteam
Pilotmigration anhand des Runbooks durchführen, einschließlich Datenübernahme, Identitätsanbindung, Netzwerkpfaden, Berechtigungen, Monitoring und Protokollierung
15.12. – 19.12. 5 Tage
Externer Microsoft- oder Migrationspartner gemeinsam mit Systemadministration und IT-Betrieb
Rückfallverfahren mit Wiederherstellung des Ausgangszustands, Rückschaltung von DNS- und Netzwerkpfaden sowie Wiederanlauf der Pilotanwendung praktisch ausführen
15.12. – 18.12. 4 Tage
Systemadministration und IT-Betrieb
Technische Tests durch Administration und fachliche Tests durch Key User mit Testfällen für Anmeldung, Datenzugriff, Schnittstellen, Drucken, Export und Fehlerbehandlung durchführen
15.12. – 18.12. 4 Tage
Verantwortliche der Fachanwendungen und Fachbereichsleitungen und Key User
Pilotabschluss mit dokumentierten Testergebnissen, Abweichungen, behobenen Fehlern, gemessenen Migrationszeiten und formaler Entscheidung über die produktive Welle 1 durchführen
15.12. – 16.12. 2 Tage
Projektleitung, IT-Leitung und Geschäftsführung oder Auftraggeber
Microsoft-365-Tenant mit Exchange Online, SharePoint Online, OneDrive, Teams, Aufbewahrungs- und Sicherheitsrichtlinien gemäß der freigegebenen Zielarchitektur produktiv konfigurieren
29.12. – 02.01. 5 Tage
Cloud-Architektur und Azure-Plattformteam
Entra-ID-Synchronisation, Multifaktor-Authentifizierung, Conditional Access, Geräteanbindung und Service-Desk-Prozesse für die erste Benutzergruppe aktivieren
29.12. – 02.01. 5 Tage
Systemadministration und IT-Betrieb
Postfächer, Kalender, OneDrive- und ausgewählte SharePoint-Daten der ersten Benutzergruppen migrieren, Datenabgleich durchführen und den produktiven Microsoft-365-Start mit kontrolliertem Änderungsstopp begleiten
29.12. – 07.01. 8 Tage
Externer Microsoft- oder Migrationspartner gemeinsam mit Systemadministration und IT-Betrieb
Gering kritische Server und Fachanwendungen mit begrenzten Schnittstellen gemäß Runbook in Azure migrieren und Netzwerk-, Authentifizierungs- und Backup-Funktion testen
29.12. – 06.01. 7 Tage
Systemadministration und IT-Betrieb gemeinsam mit den jeweiligen Fachanwendungsverantwortlichen
Datenvollständigkeit, Berechtigungen, E-Mail-Fluss, Teams- und Dateiablagen sowie die Betriebsüberwachung für die erste Welle prüfen und Abweichungen protokolliert beheben
29.12. – 01.01. 4 Tage
Systemadministration und IT-Betrieb sowie Fachbereichsleitungen und Key User
Erweiterten Service-Desk-Support für die migrierten Benutzergruppen mit FAQ, Eskalationsschema und täglicher Fehlerauswertung bereitstellen
29.12. – 02.01. 5 Tage
IT-Leitung und Projektleitung
Abnahme der ersten Produktivwelle durchführen und die Freigabe für die abhängigen Server- und Fachanwendungsgruppen erteilen
29.12. – 30.12. 2 Tage
IT-Leitung, Verantwortliche der Fachanwendungen und Geschäftsführung oder Auftraggeber
Abhängigkeiten für die verbleibenden Server- und Fachanwendungsgruppen je Wartungsfenster aktualisieren und eine verbindliche Reihenfolge für Datenbanken, Middleware, Schnittstellen und Benutzerzugriffe festlegen
19.01. – 21.01. 3 Tage
Projektleitung und Systemadministration und IT-Betrieb
Vorabübertragung großer Datenbestände durchführen, Synchronisationsstände prüfen und Änderungsstopps, Kommunikationszeitpunkte sowie Rückfallfenster für jede Migrationsgruppe festlegen
19.01. – 28.01. 8 Tage
Externer Microsoft- oder Migrationspartner gemeinsam mit Systemadministration und IT-Betrieb
Server- und Datenbankgruppen der zweiten Welle in abgestimmten Wartungsfenstern migrieren, einschließlich Netzwerkpfaden, Zertifikaten, Dienstkonten, Jobs und Überwachung
19.01. – 28.01. 8 Tage
Systemadministration und IT-Betrieb
Fachanwendungen der zweiten Welle umstellen, Anwendungskonfigurationen anpassen und Schnittstellen zu Datenbanken, Dateiablagen, Verzeichnisdiensten und externen Partnern testen
19.01. – 28.01. 8 Tage
Verantwortliche der Fachanwendungen und externer Microsoft- oder Migrationspartner
Authentifizierungs-, Autorisierungs- und Integrationspfade für die migrierten Systeme prüfen, insbesondere Entra ID, privilegierte Konten, Servicekonten, API-Zugriffe und Firewall-Regeln
19.01. – 26.01. 6 Tage
Cloud-Architektur und Azure-Plattformteam sowie Informationssicherheitsbeauftragte
Geschäftskritische Server- und Fachanwendungsgruppen der dritten Welle mit abgestimmtem Ausweich- und Rückfallverfahren produktiv umstellen
19.01. – 28.01. 8 Tage
Systemadministration und IT-Betrieb gemeinsam mit den Fachanwendungsverantwortlichen
Verbleibende kritische Fachanwendungen der dritten Welle einschließlich Datenbanken, Batch-Verarbeitung, Druck- und Exportfunktionen sowie angeschlossener Schnittstellen abnehmen
19.01. – 28.01. 8 Tage
Verantwortliche der Fachanwendungen und Fachbereichsleitungen und Key User
Datenabgleich nach jeder Welle mit Quell- und Zielsystem, Prüfsummen, Datensatzanzahl, Änderungsprotokollen und fachlichen Kontrollsummen durchführen
19.01. – 23.01. 5 Tage
Systemadministration und IT-Betrieb sowie Verantwortliche der Fachanwendungen
End-to-End-Tests für zentrale Geschäftsprozesse mit Benutzeranmeldung, Datenzugriff, Schnittstellen, Berichten, Archivierung und Berechtigungswechsel durchführen
19.01. – 26.01. 6 Tage
Fachbereichsleitungen und Key User gemeinsam mit den Verantwortlichen der Fachanwendungen
Wellenprotokolle, Fehlerbehebungen, Restpunkte und technische sowie fachliche Abnahmen je Systemgruppe dokumentieren und offene kritische Fehler vor der nächsten Welle schließen
19.01. – 23.01. 5 Tage
Projektleitung
Administratoren und Service-Desk zu Azure, Microsoft 365, Entra ID, Berechtigungen, Monitoring, Backup, Wiederherstellung und Incident-Eskalation schulen
09.02. – 13.02. 5 Tage
Cloud-Architektur und Azure-Plattformteam sowie externer Microsoft- oder Migrationspartner
Anwendertrainings für die 120 Mitarbeitenden und vertiefte Key-User-Schulungen zu Microsoft 365, Dateiablagen, Teams, sicherer Authentifizierung und Supportwegen durchführen
09.02. – 13.02. 5 Tage
Projektleitung und Fachbereichsleitungen und Key User
Gesamtcutover für verbleibende Benutzer, Systeme, DNS-, Netzwerk- und Zugriffspfade durchführen und die Betriebsfähigkeit anhand der genehmigten Abnahmekriterien bestätigen
09.02. – 13.02. 5 Tage
Systemadministration und IT-Betrieb sowie Cloud-Architektur und Azure-Plattformteam
Hypercare-Betrieb mit täglicher Überwachung von Verfügbarkeit, Anmeldefehlern, Datenzugriffen, Schnittstellen, Sicherheitsmeldungen, Backupstatus und Benutzeranfragen durchführen
09.02. – 20.02. 10 Tage
Systemadministration und IT-Betrieb
Hypercare-Tickets klassifizieren, kritische Störungen beheben, nicht kritische Restpunkte priorisieren und die Übergabe an den Regelbetrieb vorbereiten
09.02. – 12.02. 4 Tage
IT-Leitung und Projektleitung
As-built-Dokumentation mit Zielarchitektur, Azure-Ressourcen, Microsoft-365-Konfiguration, Netzwerkpfaden, Identitätsmodell, Berechtigungen, Schnittstellen und Systemverantwortlichen erstellen
23.02. – 27.02. 5 Tage
Cloud-Architektur und Azure-Plattformteam sowie Systemadministration und IT-Betrieb
Betriebs-, Backup-, Wiederherstellungs- und Notfallunterlagen einschließlich Testprotokollen, Datenschutzfreigaben, AVV, Drittlandprüfung, VVT, DSFA-Prüfung, Betriebsvereinbarung beziehungsweise Prüfnachweis und NIS2-Nachweisen vollständig an die Linienorganisation übergeben
23.02. – 27.02. 5 Tage
Projektleitung, Datenschutzbeauftragte und Informationssicherheitsbeauftragte
Offene Restpunkte, Herstellerverträge, Lizenzen, Azure- und Microsoft-365-Betriebskosten, Wartungsverträge und verbleibende Altinfrastruktur mit Verantwortlichen und Zieldaten abschließen
23.02. – 25.02. 3 Tage
IT-Leitung und Einkauf
Formale technische und fachliche Abnahme durchführen, Restrisiken und Restarbeiten genehmigen lassen, Projektkennzahlen dokumentieren und Abschlussbericht mit Lessons Learned verabschieden
23.02. – 25.02. 3 Tage
Geschäftsführung oder Auftraggeber gemeinsam mit IT-Leitung und Projektleitung

Timeline

Timeline 10 PhasenStart: 06.10.2026
Phase / Aufgabe
Okt 2026
Nov 2026
Dez 2026
Jan 2027
Feb 2027
Mär
KW 106.10
KW 320.10
KW 503.11
KW 717.11
KW 901.12
KW 1115.12
KW 1329.12
KW 1512.01
KW 1726.01
KW 1909.02
KW 2123.02
Projektinitiierung und Governance06.10. – 19.10. · 2 Wo. · 0/5
Projektinitiierung und Governance
Bestandsaufnahme und Abhängigkeitsanalyse20.10. – 09.11. · 3 Wo. · 0/6
Bestandsaufnahme und Abhängigkeitsanalyse
Compliance-, Datenschutz- und Mitbestimmungsprüfung03.11. – 23.11. · 3 Wo. · 0/6
Compliance-, Datenschutz- und Mitbestimmungsprüfung
Zielarchitektur, Azure Landing Zone und Vertragsabsicherung17.11. – 07.12. · 3 Wo. · 0/7
Zielarchitektur, Azure Landing Zone und Vertragsabsicherung
Sicherheits-, Backup- und Notfallkonzept01.12. – 14.12. · 2 Wo. · 0/5
Sicherheits-, Backup- und Notfallkonzept
Pilotierung und Betriebsbereitschaft15.12. – 28.12. · 2 Wo. · 0/5
Pilotierung und Betriebsbereitschaft
Migrationswelle 1 für Microsoft 365 und risikoarme Systeme29.12. – 18.01. · 3 Wo. · 0/7
Migrationswelle 1 für Microsoft 365 und risikoarme Systeme
Migrationswellen 2 und 3 für Server und Fachanwendungen19.01. – 15.02. · 4 Wo. · 0/10
Migrationswellen 2 und 3 für Server und Fachanwendungen
Schulung, Gesamtcutover und Hypercare09.02. – 22.02. · 2 Wo. · 0/5
Schulung, Gesamtcutover und Hypercare
Abnahme, Übergabe und Projektabschluss23.02. – 08.03. · 2 Wo. · 0/4
Abnahme, Übergabe und Projektabschluss
GeplantIn ArbeitAbgeschlossenBlockiertMeilensteine

Budget

Budget: 342.100 €
Externe Dienstleister und Migration · 124.450 €Personal (intern) · 106.150 €Software, Lizenzen und Infrastruktur · 54.800 €Compliance, Datenschutz und Mitbestimmung · 31.200 €Schulung, Kommunikation und Change · 25.500 €
Externe Dienstleister und Migration124.450 €
PositionMengeEinzelpreisGesamt
Externe Migrationsprojektleitung und PMO-Unterstützung20 Personentage1.100 €22.000 €
Azure-Architektur, Landing Zone, Netzwerk und Governance20 Personentage1.250 €25.000 €
Microsoft-365-, Entra-ID- und Identitätsmigration20 Personentage1.100 €22.000 €
Server- und Fachanwendungsmigration einschließlich Anpassungen und Fehlerbehebung35 Personentage950 €33.250 €
Backup-, Recovery- und Notfallkonzept einschließlich Wiederherstellungstest12 Personentage1.100 €13.200 €
Technische Qualitätssicherung, End-to-End-Tests und Abnahmeunterstützung10 Personentage900 €9.000 €
Personal (intern)106.150 €
PositionMengeEinzelpreisGesamt
Interne Projektleitung und Steuerung über alle 10 Phasen25 Personentage850 €21.250 €
Systemadministration und IT-Betrieb für Inventarisierung, Tests und Migration40 Personentage650 €26.000 €
Internes Azure-, Entra-ID- und Microsoft-365-Plattformteam30 Personentage750 €22.500 €
Fachanwendungsverantwortliche und Key User für Abhängigkeiten und Abnahmen35 Personentage600 €21.000 €
Informationssicherheit und Notfallmanagement für Sicherheits- und Wiederherstellungstests12 Personentage700 €8.400 €
Interne Datenschutz-, Rechts- und Einkaufskoordination10 Personentage700 €7.000 €
Software, Lizenzen und Infrastruktur54.800 €
PositionMengeEinzelpreisGesamt
Azure-, Microsoft-365- und Parallelbetriebskosten für Test, Migration und sechs Monate Anlaufbetrieb6 Monat4.300 €25.800 €
Temporäre Migrations-, Synchronisations- und Backup-Softwarelizenzen1 Pauschal14.000 €14.000 €
Temporäre Sicherheits-, Protokollierungs- und Monitoring-Lizenzen6 Monat1.300 €7.800 €
Temporärer Cloud-Speicher, Netzwerk- und Datenübertragungskosten1 Pauschal7.200 €7.200 €
Compliance, Datenschutz und Mitbestimmung31.200 €
PositionMengeEinzelpreisGesamt
Auftragsverarbeitungsvertrag, Drittlandprüfung und Transfer-Schutzmaßnahmen mit dem Cloud-Anbieter (Phase 3-4, vor Pilotierung und Produktivmigration)8 Personentage1.250 €10.000 €
Anpassung des Verzeichnisses der Verarbeitungstätigkeiten und Prüfung der Datenschutz-Folgenabschätzung (Phase 3, vor Go-live)8 Personentage1.000 €8.000 €
NIS2-Risikomanagement, Lieferkettenbewertung und Sicherheitsnachweis für den Cloud-Dienst (Phase 3-4, falls NIS2-Anwendungsbereich erfüllt)6 Personentage1.200 €7.200 €
Betriebsratsbeteiligung und Betriebsvereinbarung zu Protokollierung und Auswertungen (Phase 2-3, falls Betriebsrat vorhanden)6 Personentage1.000 €6.000 €
Schulung, Kommunikation und Change25.500 €
PositionMengeEinzelpreisGesamt
Administratorenschulung für Azure, Microsoft 365, Identitäten und Betriebsprozesse4 Personentage1.500 €6.000 €
Anwenderschulung für Microsoft 365 und geänderte Arbeitsabläufe120 Teilnehmer85 €10.200 €
Key-User- und Fachbereichsworkshops für Tests, Abnahme und Betriebsübergabe20 Stunden250 €5.000 €
Migrationskommunikation, Anleitungen und Change-Begleitung1 Pauschal4.300 €4.300 €

Risiken

Hoch

Unvollständige Bestandsaufnahme und unbekannte Abhängigkeiten

Wenn bis zum Ende von Woche 5 nicht alle Server, Fachanwendungen, Schnittstellen, Datenbestände, Benutzerabhängigkeiten und Betriebsprozesse erfasst und von den Fachverantwortlichen bestätigt sind, werden bisher unbekannte Abhängigkeiten erst während der Migrationswellen sichtbar und verursachen Ausfälle, Zusatzaufwand oder weitere Wellen.

Gegenmaßnahme: Systemadministration und Fachanwendungsverantwortliche führen bis Ende Woche 5 eine technische Inventarisierung, Schnittstellenprüfung und Abnahme des Abhängigkeitskatalogs durch. Die Projektleitung richtet für nicht bewertete Systeme einen verbindlichen Go-live-Sperrstatus ein.
Hoch

Inkompatibilität von Legacy-Fachanwendungen

Wenn eine Fachanwendung bis zum Ende von Woche 9 moderne Authentifizierung, Azure-Netzwerkpfade, Datenbankversionen oder die geplante Betriebsplattform nicht unterstützt, kann sie im Pilot oder in den Migrationswellen nicht stabil betrieben werden.

Gegenmaßnahme: Cloud-Architektur, IT-Betrieb und Fachanwendungsverantwortliche erstellen bis Woche 7 eine Kompatibilitätsmatrix und testen kritische Anwendungen bis Woche 9 in einer isolierten Umgebung. Für nicht kompatible Systeme wird bis zum Architekturfreigabepunkt eine Übergangslösung oder ein Rückfall auf die bestehende Plattform beschlossen.
Hoch

Datenverlust oder inkonsistente Datenübernahme

Wenn während der Migrationswellen 1 bis 3 kein abgestimmter Änderungsstopp, keine wiederholbare Synchronisation und keine fachliche Datenabnahme erfolgt, können Dateien, Postfächer, Datenbanken oder Anwendungsdaten fehlen oder widersprüchlich übernommen werden.

Gegenmaßnahme: Der Migrationsverantwortliche definiert bis Woche 10 je System einen Migrationslauf mit Testlauf, Prüfsummen beziehungsweise Datensatzabgleich, Änderungsstopp, Rückfallzeitpunkt und fachlicher Abnahme. IT-Betrieb und Fachbereiche dokumentieren die Datenkonsistenz nach jeder Welle in den Wochen 15, 19 und 20.
Hoch

Fehlkonfiguration von Identitäten und Berechtigungen

Wenn Entra ID, Synchronisation, privilegierte Rollen, Multifaktor-Authentifizierung oder bedingte Zugriffsrichtlinien im Pilot oder in Welle 1 fehlerhaft konfiguriert sind, können Benutzer ausgesperrt oder unberechtigte Zugriffe ermöglicht werden.

Gegenmaßnahme: Das Azure-Plattformteam implementiert bis Woche 10 ein Rollen- und Berechtigungskonzept mit Least-Privilege-Prinzip, privilegierten Administrationskonten, Notfallkonten und Multifaktor-Authentifizierung. Der Informationssicherheitsbeauftragte lässt die Berechtigungen in Woche 11 vor dem Pilot und in Woche 13 vor dem Produktivstart testen.
Hoch

Verzögerter Auftragsverarbeitungsvertrag oder ungeklärte Drittlandübermittlung

Wenn der Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Cloud-Anbieter, die Drittlandprüfung oder erforderliche zusätzliche Schutzmaßnahmen bis spätestens Woche 9 nicht abgeschlossen sind, dürfen echte personenbezogene Daten nicht in die Cloud migriert werden und der Produktivstart wird blockiert.

Gegenmaßnahme: Datenschutzbeauftragte, Rechtsabteilung und Einkauf klären ab Woche 3 die Verarbeitungskategorien, Unterauftragnehmer, Speicherorte, Standardvertragsklauseln und technischen Schutzmaßnahmen. Der AVV wird bis Woche 9 unterzeichnet und die Datenschutzfreigabe vor Pilotierung in Woche 11 dokumentiert; bis dahin werden ausschließlich Testdaten verwendet.
Hoch

Verzögerung durch Betriebsratsbeteiligung

Wenn ein Betriebsrat besteht und die Cloud-Dienste mit Protokollierungs- oder Auswertungsmöglichkeiten bis Woche 7 nicht abgestimmt sind, kann eine erforderliche Betriebsvereinbarung fehlen und der Produktivstart von Microsoft 365 in Woche 13 blockiert werden.

Gegenmaßnahme: IT-Leitung, Personalabteilung, Datenschutzbeauftragte und Betriebsrat klären bereits in Woche 1 die Mitbestimmungspflicht. Ein Entwurf zu Protokollierung, Auswertungen, Zugriffen und Leistungs- oder Verhaltenskontrolle wird bis Woche 3 erstellt und bis Woche 7 verbindlich abgeschlossen oder als formaler Go-live-Sperrpunkt eskaliert.
Hoch

Unzureichender Wiederherstellungs- und Notfallnachweis

Wenn Backup, Wiederherstellung, RPO, RTO und Notfallrollen bis Ende Woche 10 nicht unter realistischen Bedingungen getestet sind, kann ein Ausfall nach der Migration zu längeren Betriebsunterbrechungen oder dauerhaftem Datenverlust führen.

Gegenmaßnahme: IT-Betrieb, Informationssicherheitsbeauftragter und Notfallmanagement definieren bis Woche 9 systembezogene RPO- und RTO-Werte und führen bis Woche 10 einen dokumentierten Wiederherstellungstest einschließlich Abnahme durch. Ein nicht bestandener Test verhindert die Pilotfreigabe in Woche 11.
Hoch

Erhöhte Angriffsfläche im Parallelbetrieb

Wenn während der Wochen 13 bis 20 alte Systeme, temporäre Migrationskonten, offene Netzwerkpfade oder doppelte Synchronisationen nicht überwacht und fristgerecht abgeschaltet werden, steigt das Risiko für unberechtigte Zugriffe, Schadsoftware und Ransomware-Folgen.

Gegenmaßnahme: IT-Sicherheit und IT-Betrieb richten bis Woche 12 eine dokumentierte Parallelbetriebsregelung mit Netzwerksegmentierung, Protokollüberwachung, Ablaufdaten für Konten und täglicher Prüfung kritischer Zugriffe ein. Nicht mehr benötigte Altzugänge und Systeme werden spätestens bis Ende Woche 20 deaktiviert oder formal als Restpunkt genehmigt.
Mittel

Nicht erfüllte oder verspätet bewertete NIS2-Anforderungen

Wenn bis Woche 5 nicht festgestellt ist, ob der IT-Dienstleister aufgrund seines Sektors und seiner Größe in den NIS2-Anwendungsbereich fällt, oder wenn bei Anwendbarkeit der Lieferketten- und Risikonachweis bis Woche 9 fehlt, entstehen Nacharbeiten, Freigabeverzögerungen und mögliche aufsichtsrechtliche Beanstandungen.

Gegenmaßnahme: Rechtsabteilung, Informationssicherheitsbeauftragter und IT-Leitung dokumentieren bis Woche 5 die NIS2-Anwendbarkeit. Falls NIS2 gilt, werden bis Woche 9 Cloud-Lieferantenrisiko, Sicherheitsmaßnahmen, Verantwortlichkeiten, Nachweise und Incident-Prozesse bewertet und durch die Geschäftsführung freigegeben.
Mittel

Kapazitäts-, Termin- und Budgetüberschreitung

Wenn interne Fachleute während der Migrationswellen nicht verfügbar sind oder zusätzliche Anwendungsanpassungen und Testwiederholungen ab Woche 8 den eingeplanten Aufwand überschreiten, können der Abschluss in Woche 22 und das Budget von rund 380.000 EUR gefährdet werden.

Gegenmaßnahme: Projektleitung und IT-Leitung sichern bis Woche 2 verbindliche Kapazitäten für IT-Betrieb, Fachanwendungen, Datenschutz und Informationssicherheit. Ab Woche 5 werden Aufwand, Risiken und Verbrauch der 12-prozentigen Reserve wöchentlich überwacht; zusätzliche Anforderungen werden ausschließlich über ein genehmigtes Change-Verfahren priorisiert.

Stakeholder

GO

Geschäftsführung oder Auftraggeber

Entscheidet über Budget, Risikobereitschaft, Zielkonflikte und formale Projektabnahme.

Einbinden: Ab Phase 1
IL

IT-Leitung und Projektleitung

Verantwortet Prioritäten, Ressourcen, Eskalationen, Zeitplan und Gesamtsteuerung.

Einbinden: Ab Phase 1
CA

Cloud-Architektur und Azure-Plattformteam

Definiert Landing Zone, Netzwerk, Identitäten, Governance, Sicherheitsrichtlinien und technische Zielarchitektur.

Einbinden: Ab Phase 1
SU

Systemadministration und IT-Betrieb

Liefert Bestandsdaten, analysiert Serverabhängigkeiten, führt Migrationen durch und übernimmt den späteren Betrieb.

Einbinden: Ab Phase 2
VD

Verantwortliche der Fachanwendungen

Bewerten Kritikalität, Datenflüsse und Schnittstellen und verantworten Testfälle sowie fachliche Abnahmen.

Einbinden: Ab Phase 2
IO

Informationssicherheitsbeauftragte oder Sicherheitsverantwortliche

Legen Anforderungen an Berechtigungen, Protokollierung, Schwachstellenbehandlung und sichere Cloud-Konfiguration fest.

Einbinden: Ab Phase 2
D

Datenschutzbeauftragte

Prüft Auftragsverarbeitung, Drittlandübermittlung, Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten und Erforderlichkeit einer Datenschutz-Folgenabschätzung.

Einbinden: Ab Phase 3
RU

Rechtsabteilung und Einkauf

Prüft und verhandelt Auftragsverarbeitungsvertrag, Microsoft-Vertragsbedingungen, Haftung, Leistungszusagen und Exit-Regelungen.

Einbinden: Ab Phase 3
BF

Betriebsrat, falls vorhanden

Muss bei auswertbaren Cloud-Diensten beteiligt werden und gegebenenfalls einer Betriebsvereinbarung zustimmen.

Einbinden: Ab Phase 2
NO

Notfallmanagement oder Verantwortliche für Geschäftskontinuität

Definiert Wiederanlaufziele, Notfallrollen, Ausweichverfahren und Abnahmekriterien für Wiederherstellungstests.

Einbinden: Ab Phase 3
FU

Fachbereichsleitungen und Key User

Priorisieren Geschäftsprozesse, stellen Testpersonen bereit und bestätigen die fachliche Betriebsfähigkeit.

Einbinden: Ab Phase 6
EM

Externer Microsoft- oder Migrationspartner

Stellt Spezialwissen und zusätzliche Kapazitäten für Azure, Microsoft 365, Fachanwendungen und Fehlerbehebung bereit.

Einbinden: Ab Phase 1

Compliance

Pflicht 7

Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO mit dem Cloud-Anbieter prüfen und abschließen; Unterauftragnehmer, Speicherorte, Lösch- und Rückgabepflichten sowie technische und organisatorische Maßnahmen festlegen.

Datenschutzbeauftragte, Rechtsabteilung, Einkauf Woche 3–9; Abschluss spätestens vier Wochen vor dem Go-live in Woche 13
Pflicht
Regel aus der Compliance-Bibliothek
DSGVO / GDPR(EU 2016/679)
  • Rechtsgrundlage für jede Verarbeitung personenbezogener Daten (Einwilligung, Vertrag, gesetzliche Pflicht, berechtigtes Interesse)
  • Vollständiges Verarbeitungsverzeichnis (Art. 30) für alle Prozesse
  • Auftragsverarbeitungsverträge (AVV / DPA) mit allen Dienstleistern
  • Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) bei Hochrisiko-Verarbeitungen
  • Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) dokumentiert

Bei Verstoß: Bußgelder bis 20 Mio. EUR oder 4% des weltweiten Konzernjahresumsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Plus zivilrechtliche Schadenersatzansprüche Betroffener.

Nachweise

Noch keine Nachweise. In PathHub legst du je Pflicht Nachweise ab, z. B. ein Protokoll, eine Bescheinigung oder einen Link zum Dokument, und exportierst alles als PDF-Nachweisbericht.

Datei Link Notiz

Drittlandübermittlung nach Art. 44 ff. DSGVO bewerten und erforderlichenfalls Standardvertragsklauseln, Transfer-Folgenabschätzung und zusätzliche Schutzmaßnahmen dokumentieren; Verarbeitung echter Daten erst nach Freigabe.

Datenschutzbeauftragte, Rechtsabteilung, Azure-Plattformteam Woche 3–7; Freigabe vor Pilotierung und spätestens sechs Wochen vor dem Go-live
Pflicht
Regel aus der Compliance-Bibliothek
DSGVO / GDPR(EU 2016/679)
  • Rechtsgrundlage für jede Verarbeitung personenbezogener Daten (Einwilligung, Vertrag, gesetzliche Pflicht, berechtigtes Interesse)
  • Vollständiges Verarbeitungsverzeichnis (Art. 30) für alle Prozesse
  • Auftragsverarbeitungsverträge (AVV / DPA) mit allen Dienstleistern
  • Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) bei Hochrisiko-Verarbeitungen
  • Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) dokumentiert

Bei Verstoß: Bußgelder bis 20 Mio. EUR oder 4% des weltweiten Konzernjahresumsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Plus zivilrechtliche Schadenersatzansprüche Betroffener.

Nachweise

Noch keine Nachweise. In PathHub legst du je Pflicht Nachweise ab, z. B. ein Protokoll, eine Bescheinigung oder einen Link zum Dokument, und exportierst alles als PDF-Nachweisbericht.

Datei Link Notiz

Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten nach Art. 30 DSGVO für Azure, Microsoft 365, Identitätsdienste, Backups und Fachanwendungen aktualisieren; Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO prüfen und bei hohem Risiko durchführen oder aktualisieren.

Datenschutzbeauftragte, Fachanwendungsverantwortliche, IT-Leitung Woche 5–9; Abschluss mindestens vier Wochen vor dem Go-live
Pflicht
Regel aus der Compliance-Bibliothek
DSGVO / GDPR(EU 2016/679)
  • Rechtsgrundlage für jede Verarbeitung personenbezogener Daten (Einwilligung, Vertrag, gesetzliche Pflicht, berechtigtes Interesse)
  • Vollständiges Verarbeitungsverzeichnis (Art. 30) für alle Prozesse
  • Auftragsverarbeitungsverträge (AVV / DPA) mit allen Dienstleistern
  • Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) bei Hochrisiko-Verarbeitungen
  • Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) dokumentiert

Bei Verstoß: Bußgelder bis 20 Mio. EUR oder 4% des weltweiten Konzernjahresumsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Plus zivilrechtliche Schadenersatzansprüche Betroffener.

Nachweise

Noch keine Nachweise. In PathHub legst du je Pflicht Nachweise ab, z. B. ein Protokoll, eine Bescheinigung oder einen Link zum Dokument, und exportierst alles als PDF-Nachweisbericht.

Datei Link Notiz

NIS2-Anwendbarkeit anhand von Sektor, Unternehmensgröße und Tätigkeitsprofil bewerten; falls anwendbar, Risikomanagement, Lieferkettenbewertung des Cloud-Anbieters, Sicherheitsnachweise, Verantwortlichkeiten und Meldeprozesse dokumentieren.

Informationssicherheitsbeauftragter, Rechtsabteilung, IT-Leitung Woche 3–9; Abschluss vier bis acht Wochen vor dem Go-live
Pflicht
Regel aus der Compliance-Bibliothek
NIS2-Richtlinie(EU 2022/2555)
  • Dokumentiertes IT-Risikomanagement mit jährlichem Review
  • Business Continuity Plan und Disaster Recovery getestet
  • Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für kritische Systeme
  • Verschlüsselung aller sensiblen Daten (at rest + in transit)
  • Lieferanten-Sicherheits-Reviews (Supply-Chain-Security)
  • Cybersecurity-Schulung für alle Mitarbeiter jährlich

Bei Verstoß: Bußgelder bis 10 Mio. EUR oder 2% des weltweiten Jahresumsatzes. Persönliche Haftung der Geschäftsführung bei grober Fahrlässigkeit.

Nachweise

Noch keine Nachweise. In PathHub legst du je Pflicht Nachweise ab, z. B. ein Protokoll, eine Bescheinigung oder einen Link zum Dokument, und exportierst alles als PDF-Nachweisbericht.

Datei Link Notiz

Betriebsrat nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG beteiligen, sofern ein Betriebsrat besteht; Betriebsvereinbarung zu Protokollierung, Auswertungen, Administrationszugriffen und möglicher Leistungs- oder Verhaltenskontrolle abschließen.

IT-Leitung, Personalabteilung, Datenschutzbeauftragte, Betriebsrat Woche 1–7; Abschluss sechs Wochen vor dem Go-live
Pflicht
Regel aus der Compliance-Bibliothek
Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG)
  • Betriebsrat-Wahl initiieren/ermöglichen ab 5 wahlberechtigten Arbeitnehmern
  • Mitbestimmung bei Arbeitszeit, Überwachungssystemen, IT-Einführung (§87)
  • Anhörung vor jeder Kündigung (§102), schriftlich mit Begründung
  • Interessenausgleich und Sozialplan bei Betriebsänderungen (§111)

Bei Verstoß: Unwirksamkeit von Kündigungen ohne BR-Anhörung. Ordnungswidrigkeiten bis 10.000 EUR je Verstoß. Strafbarkeit (§119) bei Behinderung des BR bis 1 Jahr Haft.

Nachweise

Noch keine Nachweise. In PathHub legst du je Pflicht Nachweise ab, z. B. ein Protokoll, eine Bescheinigung oder einen Link zum Dokument, und exportierst alles als PDF-Nachweisbericht.

Datei Link Notiz

Technische und organisatorische Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO für Identitäten, Multifaktor-Authentifizierung, Rollen, privilegierte Zugriffe, Verschlüsselung, Protokollierung, Schwachstellenmanagement und Mandantentrennung festlegen, umsetzen und vor dem Pilot nachweisen.

Informationssicherheitsbeauftragter, Azure-Plattformteam, IT-Betrieb Woche 4–12; Nachweis vor Pilotierung in Woche 11 und Produktivwelle in Woche 13
Pflicht
Regel aus der Compliance-Bibliothek
DSGVO / GDPR(EU 2016/679)
  • Rechtsgrundlage für jede Verarbeitung personenbezogener Daten (Einwilligung, Vertrag, gesetzliche Pflicht, berechtigtes Interesse)
  • Vollständiges Verarbeitungsverzeichnis (Art. 30) für alle Prozesse
  • Auftragsverarbeitungsverträge (AVV / DPA) mit allen Dienstleistern
  • Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) bei Hochrisiko-Verarbeitungen
  • Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) dokumentiert

Bei Verstoß: Bußgelder bis 20 Mio. EUR oder 4% des weltweiten Konzernjahresumsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Plus zivilrechtliche Schadenersatzansprüche Betroffener.

Nachweise

Noch keine Nachweise. In PathHub legst du je Pflicht Nachweise ab, z. B. ein Protokoll, eine Bescheinigung oder einen Link zum Dokument, und exportierst alles als PDF-Nachweisbericht.

Datei Link Notiz

Lösch-, Aufbewahrungs-, Export- und Exit-Verfahren für Daten, Postfächer, Backups und Fachanwendungen festlegen und vertraglich beziehungsweise in internen Richtlinien dokumentieren; Sicherheits- und Datenschutzvorfälle einschließlich möglicher DSGVO- und NIS2-Meldewege in den Betriebsprozess aufnehmen.

Datenschutzbeauftragte, IT-Leitung, Informationssicherheitsbeauftragter, Rechtsabteilung Woche 7–12; Freigabe vor dem Gesamtcutover in Woche 20
Pflicht
Regel aus der Compliance-Bibliothek
DSGVO / GDPR(EU 2016/679)
  • Rechtsgrundlage für jede Verarbeitung personenbezogener Daten (Einwilligung, Vertrag, gesetzliche Pflicht, berechtigtes Interesse)
  • Vollständiges Verarbeitungsverzeichnis (Art. 30) für alle Prozesse
  • Auftragsverarbeitungsverträge (AVV / DPA) mit allen Dienstleistern
  • Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) bei Hochrisiko-Verarbeitungen
  • Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) dokumentiert

Bei Verstoß: Bußgelder bis 20 Mio. EUR oder 4% des weltweiten Konzernjahresumsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Plus zivilrechtliche Schadenersatzansprüche Betroffener.

Weitere passende Regeln: NIS2-Richtlinie (EU 2022/2555)

Nachweise

Noch keine Nachweise. In PathHub legst du je Pflicht Nachweise ab, z. B. ein Protokoll, eine Bescheinigung oder einen Link zum Dokument, und exportierst alles als PDF-Nachweisbericht.

Datei Link Notiz
Wichtig 1

Backup-, Wiederherstellungs- und Notfallkonzept mit definierten RPO- und RTO-Werten, Aufbewahrung, unveränderbaren Sicherungen, Notfallrollen und Wiederanlaufverfahren erstellen und durch einen dokumentierten Wiederherstellungstest abnehmen.

Notfallmanagement, IT-Betrieb, Informationssicherheitsbeauftragter Woche 5–10; Test und Freigabe vor Pilotierung in Woche 11
Wichtig
Regel aus der Compliance-Bibliothek

Für diese Pflicht gibt es keine passende Regel in der Bibliothek. In PathHub kannst du bei Bedarf eine Regel aus der Bibliothek verknüpfen.

Nachweise

Noch keine Nachweise. In PathHub legst du je Pflicht Nachweise ab, z. B. ein Protokoll, eine Bescheinigung oder einen Link zum Dokument, und exportierst alles als PDF-Nachweisbericht.

Datei Link Notiz

Meilensteine

  1. Woche 2

    Genehmigter Projektauftrag einschließlich Governance-Modell, Rollenbesetzung, Kommunikationsplan und dokumentierter Betriebsratsprüfung

    Voraussetzung: Benannte Auftraggeber, Projektleitung und Entscheidungsgremien
  2. Woche 5

    Abgenommenes System-, Daten- und Abhängigkeitsinventar einschließlich priorisiertem Migrationswellenplan

    Voraussetzung: Freigegebener Projektauftrag und Zugang zu Inventar-, Lizenz- und Betriebsdaten
  3. Woche 7

    Abgenommenes Compliance-Prüfungspaket mit aktualisiertem Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten, DSFA-Prüfung, dokumentierter Betriebsratsbeteiligung und freigegebenen Anforderungen für AVV und Drittlandprüfung

    Voraussetzung: Verfügbare Datenflüsse, Verarbeitungstätigkeiten und Ergebnisse der Bestandsaufnahme
  4. Woche 9

    Freigegebene Zielarchitektur und Azure Landing Zone sowie abgeschlossener AVV einschließlich dokumentierter Drittlandprüfung und – sofern anwendbar – abgeschlossenem NIS2-Lieferkettennachweis

    Voraussetzung: Compliance-Anforderungen, Architekturentscheidungen und Vertragsfreigaben
  5. Woche 10

    Erfolgreicher Wiederherstellungstest mit dokumentierten RPO- und RTO-Werten sowie erteilte Datenschutz- und Betriebsfreigabe für die Pilotierung

    Voraussetzung: Betriebsfähige Landing Zone, Sicherheitskonzept und freigegebene Datenverarbeitung
  6. Woche 12

    Abgenommener Pilot mit bestandenem Fach- und Techniktest, nachgewiesenem Rückfallverfahren und freigegebener Produktivmigration für Welle 1

    Voraussetzung: Erfolgreicher Wiederherstellungstest und Pilotfreigabe
  7. Woche 15

    Erfolgreich abgenommene Produktivwelle 1 mit Microsoft 365, ausgewählten Benutzern und risikoarmen Systemen ohne offene kritische Fehler

    Voraussetzung: Abgenommener Pilot und freigegebene Produktivmigration
  8. Woche 19

    Abgenommene Migrationswellen 2 und 3 mit bestätigter Datenkonsistenz, bestandenen End-to-End-Tests und ohne offene kritische Betriebsfehler

    Voraussetzung: Stabile Produktivwelle 1 sowie bestätigte Wartungs- und Rückfallfenster
  9. Woche 20

    Abgeschlossener Gesamtcutover mit geschulten Anwendern und Administratoren sowie stabilisiertem Hypercare-Betrieb ohne offene kritische Störung

    Voraussetzung: Erfolgreiche Migrationswellen und verfügbare Support- sowie Schulungskapazitäten
  10. Woche 22

    Formale Projektabnahme, vollständige Betriebsübergabe und genehmigter Abschlussbericht mit dokumentierten Restpunkten und Verantwortlichkeiten

    Voraussetzung: Stabilisierter Betrieb, vollständige Dokumentation und geklärte Restpunkte

So ist dieser Plan entstanden

Dieser Plan wurde von PathHub AI aus einer einzigen Beschreibung erstellt: „Migration der Server und Fachanwendungen eines IT-Dienstleisters mit 120 Mitarbeitenden in die Cloud (Microsoft Azure und Microsoft 365): Bestandsaufnahme, Zielarchitektur, Migration in Wellen, Backup- und Notfallkonzept, Schulung. Abschluss in sechs Monaten.“ Ohne Unternehmenskontext. Mit deinen Abteilungen, Freigabeprozessen und Compliance-Vorgaben wird er deutlich genauer.

Pflichten

Pflichten mit Vorlauf: Daran denken viele zu spät

Diese Pflichten löst eine Cloud-Migration typischerweise aus (Beispiel Deutschland). PathHub AI plant sie mit Vorlauf ein, warnt bei zu knappem Zeitplan und zeigt unter „Regel & Nachweise“ die Regel mit Kriterien, die du abhakst und mit Nachweisen belegst. Keine Rechtsberatung.

Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Cloud-Anbieter abschließen und Drittlandübermittlung prüfen
Pflicht 2–6 Wochen vor dem Go-livegesetzlich
Regel & Nachweise

Warum: Mit der Migration verarbeitet der Anbieter eure personenbezogenen Daten.

Rechtsgrundlage: Art. 28 DSGVO: Vertrag vor Beginn der Verarbeitung, auch vor der Migration echter Daten; bei Anbietern außerhalb der EU zusätzlich die Drittlandübermittlung absichern (Art. 44 ff. DSGVO).

Regel aus der Compliance-Bibliothek
Cloud-VertragsrechtDSGVO Art. 28
Kriterien
  • Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit Cloud-Provider
  • SLA mit Verfügbarkeit, RPO, RTO
  • Exit- und Portabilitätsklausel
  • Datenlokalisierung und Transfer-Mechanismus (SCC / Adequacy)

Bei Verstoß: Zivilrechtliche Ansprüche bei Datenverlust; Regressansprüche abhängig vom Vertrag. DSGVO-Bußgelder bei Non-Compliance.

Nachweise: In PathHub hakst du die Kriterien ab und legst je Punkt Nachweise als Datei, Link oder Notiz ab. Alles lässt sich als PDF-Nachweisbericht exportieren.
Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten anpassen und Datenschutz-Folgenabschätzung prüfen (DSGVO Art. 30, 35)
Pflicht 2–4 Wochen vor dem Go-liveRichtwert
Regel & Nachweise

Warum: Speicherorte, Unterauftragsverarbeiter und Zugriffswege ändern sich.

Regel aus der Compliance-Bibliothek
DSGVO / GDPREU 2016/679
Kriterien
  • Rechtsgrundlage für jede Verarbeitung personenbezogener Daten (Einwilligung, Vertrag, gesetzliche Pflicht, berechtigtes Interesse)
  • Vollständiges Verarbeitungsverzeichnis (Art. 30) für alle Prozesse
  • Auftragsverarbeitungsverträge (AVV / DPA) mit allen Dienstleistern
  • Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) bei Hochrisiko-Verarbeitungen
  • Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) dokumentiert

Bei Verstoß: Bußgelder bis 20 Mio. EUR oder 4% des weltweiten Konzernjahresumsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Plus zivilrechtliche Schadenersatzansprüche Betroffener.

Nachweise: In PathHub hakst du die Kriterien ab und legst je Punkt Nachweise als Datei, Link oder Notiz ab. Alles lässt sich als PDF-Nachweisbericht exportieren.
Risikomanagement und Lieferkettensicherheit für den Cloud-Dienst dokumentieren (NIS2)
Wichtig 4–8 Wochen vor dem Go-liveRichtwert
Regel & Nachweise

Warum: NIS2 verlangt, dass Risiken durch Dienstleister bewertet und vertraglich abgesichert werden.

Gilt: wenn das Unternehmen unter NIS2 fällt (u. a. ab 50 Beschäftigten oder 10 Mio. EUR Umsatz in den erfassten Sektoren)

Regel aus der Compliance-Bibliothek
NIS2-RichtlinieEU 2022/2555
Kriterien
  • Dokumentiertes IT-Risikomanagement mit jährlichem Review
  • Business Continuity Plan und Disaster Recovery getestet
  • Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für kritische Systeme
  • Verschlüsselung aller sensiblen Daten (at rest + in transit)
  • Lieferanten-Sicherheits-Reviews (Supply-Chain-Security)
  • Cybersecurity-Schulung für alle Mitarbeiter jährlich

Bei Verstoß: Bußgelder bis 10 Mio. EUR oder 2% des weltweiten Jahresumsatzes. Persönliche Haftung der Geschäftsführung bei grober Fahrlässigkeit.

Nachweise: In PathHub hakst du die Kriterien ab und legst je Punkt Nachweise als Datei, Link oder Notiz ab. Alles lässt sich als PDF-Nachweisbericht exportieren.
Betriebsrat beteiligen und Betriebsvereinbarung zu den Cloud-Diensten abschließen
Wichtig 6–12 Wochen vor dem Go-liveRichtwert
Regel & Nachweise

Warum: Dienste wie Microsoft 365 erfassen Nutzungsdaten der Beschäftigten.

Gilt: nur wenn ein Betriebsrat besteht

Rechtsgrundlage: § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG: Cloud-Dienste mit Protokollen und Auswertungen sind zur Leistungs- oder Verhaltenskontrolle geeignet.

Regel aus der Compliance-Bibliothek
Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG)
Kriterien
  • Betriebsrat-Wahl initiieren/ermöglichen ab 5 wahlberechtigten Arbeitnehmern
  • Mitbestimmung bei Arbeitszeit, Überwachungssystemen, IT-Einführung (§87)
  • Anhörung vor jeder Kündigung (§102), schriftlich mit Begründung
  • Interessenausgleich und Sozialplan bei Betriebsänderungen (§111)

Bei Verstoß: Unwirksamkeit von Kündigungen ohne BR-Anhörung. Ordnungswidrigkeiten bis 10.000 EUR je Verstoß. Strafbarkeit (§119) bei Behinderung des BR bis 1 Jahr Haft.

Nachweise: In PathHub hakst du die Kriterien ab und legst je Punkt Nachweise als Datei, Link oder Notiz ab. Alles lässt sich als PDF-Nachweisbericht exportieren.
Alle typischen Vorhaben und ihre Pflichten: Interne Projekte planen

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert eine Cloud-Migration?
Im Beispielplan dauert eine Cloud-Migration 22 Wochen in 10 Phasen, davon laufen 4 Phasen teilweise parallel. Die tatsächliche Dauer hängt von Unternehmensgröße, Ausgangslage und verfügbaren Ressourcen ab. Mit deinem Unternehmenskontext passt PathHub den Zeitplan entsprechend an.
Was kostet eine Cloud-Migration?
Der Beispielplan kalkuliert rund 342.100 €, aufgeteilt auf 24 Budgetpositionen mit Menge und Einzelpreis. Die größten Posten sind Externe Dienstleister und Migration, Personal (intern). Es handelt sich um eine KI-Schätzung als Ausgangspunkt, nicht um ein Angebot.
Welche Risiken gibt es bei eine Cloud-Migration?
Der Plan nennt 10 Risiken mit Gegenmaßnahmen. Am höchsten bewertet sind: Unvollständige Bestandsaufnahme und unbekannte Abhängigkeiten; Inkompatibilität von Legacy-Fachanwendungen; Datenverlust oder inkonsistente Datenübernahme.
Wer muss bei eine Cloud-Migration beteiligt werden?
Der Plan sieht unter anderem diese Beteiligten vor: Geschäftsführung oder Auftraggeber, IT-Leitung und Projektleitung, Cloud-Architektur und Azure-Plattformteam, Systemadministration und IT-Betrieb, Verantwortliche der Fachanwendungen, Informationssicherheitsbeauftragte oder Sicherheitsverantwortliche. Für jede Rolle ist angegeben, warum und ab wann sie einzubeziehen ist.
Kann ich den Plan an mein Unternehmen anpassen?
Ja. Öffne den Plan ohne Anmeldung in PathHub, passe Phasen und Aufgaben an oder beschreibe dein eigenes Vorhaben. Mit Unternehmenskontext (Abteilungen, Freigabeprozesse, Betriebsrat, Compliance-Vorgaben) wird jeder weitere Plan genauer.

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